Rad fahren ist eine unumgängliche Alternative

Fahrrad fahren ist eine tolle Sache. Mir macht es Spaß und meinen Kindern ebenfalls. Doch Rad fahren ist längst nicht mehr nur Freizeit, Spaß oder Sport, sondern eine gleichwertige Alternative im Straßenverkehr zum Auto. Doch in Deutschland zeigt man sich völlig unvorbereitet, gar uninteressiert, auf Radler. Nicht selten musste in Markdorf das Fahrrad meiner fünfjährigen Tochter geschoben werden, weil die Wege für sie zu unsicher waren.

Die maroden, gefährlichen oder teilweise nicht vorhandenen Radwege sind ein großes Problem. Schulwege unserer Kinder, die mit dem Fahrrad gerne zur Schule fahren, sind nicht selten unübersichtlich und damit gefährlich. Das Angebot an Radwege-Infrastruktur muss lückenlos angepasst werden, damit mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen und die Sicherheit der Radler/-innen gewährleistet werden kann. In Zeiten von E-Bikes wollen immer mehr Menschen das Fahrrad als sinnvolle Alternative nutzen, scheitern aber gnadenlos an der Infrastruktur.

Es ist hinlänglich bekannt und wir erleben es Tag für Tag, dass die Anzahl an Autofahrer gerade für Verkehrsknotenpunkte, z.B. Markdorf, ein sehr großes Problem ist. Lärm, Schmutz und Staus gehören zum Alltag. Sicherlich kann nicht jede/-r auf das Fahrrad umsteigen, wenn der Weg zur Arbeit sehr weit ist. Ich möchte auch nicht, dass Autofahrer verdrängt werden und es soll kein Kampf zwischen den Verkehrsmitteln entstehen. Sie können und sie müssen nebeneinander gleichwertig existieren können. Dennoch: Die Anzahl der Autos muss drastisch reduziert werden. Das schont die Umwelt und entlastet unsere Volkswirtschaft. Letztlich werden wir alle davon profitieren, wenn Staus, Lärm und Schmutz reduziert werden und dadurch weitaus weniger Straßenbaumaßnahmen (Umgehungsstraßen etc.) notwendig werden.

Es muss allen Entscheidungsträgern klar sein, dass nur ein ausgewogenes und grundlegendes Verkehrskonzept unter gleichberechtigter Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer zu einem Erfolg führen kann. Man muss es wollen und sich dafür stark machen.

Für die Bodenseeregion wünsche ich mir:

  • Vollständiges Radwegenetz in der gesamten Bodenseeregion.
  • Getrennte Ampelschaltung von Straßen und Radwegen, sofern sich die Wege doch kreuzen.
  • Sichere und vor allem breite Radwege, baulich getrennt.

Ich wünsche mir für mich, meine Kinder und für alle anderen Radler/-innen eine sichere und umfassende Radwege-Infrastruktur.

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