Mein Blog

Stephan Seidel

Meine Gedanken zum Markdorfer Bürgerentscheid

In nicht mal einem Monat, am 16. Dezember 2018, findet der Bürgerentscheid statt, in dem die Frage geklärt wird, ob der Ratsbeschluss vom 24.07.2018 zum Umbau des Bischofschloss in eine Verwaltung, aufgehoben werden soll. Für mich ist das ein Festtag der Demokratie, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Ich möchte hier nicht die aufkommenden Fragen klären, was bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid aus dem Schloss werden soll. Dies müssen wir umfassend an anderer Stelle klären, wenn es so kommt. Vielmehr möchte ich meine Gedanken dazu loswerden, wie es zu diesem wichtigen demokratischen Mittel gekommen ist. Schon vor Jahren war dieses Thema in der Stadt heiß diskutiert. Es beteiligten sich viel mehr Menschen, als es auf kommunalpolitischer Ebene üblich ist. Das schrie förmlich von Anfang an nach einer richtigen Bürgerbeteiligung. Stattdessen fand einst eine Bürgerinformation statt, was man aus dem Schloss so tolles machen könne – eine Verwaltung. Alternative Gedanken wurden im Keim erstickt oder

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Stephan Seidel

Rad fahren ist eine unumgängliche Alternative

Fahrrad fahren ist eine tolle Sache. Mir macht es Spaß und meinen Kindern ebenfalls. Doch Rad fahren ist längst nicht mehr nur Freizeit, Spaß oder Sport, sondern eine gleichwertige Alternative im Straßenverkehr zum Auto. Doch in Deutschland zeigt man sich völlig unvorbereitet, gar uninteressiert, auf Radler. Nicht selten musste in Markdorf das Fahrrad meiner fünfjährigen Tochter geschoben werden, weil die Wege für sie zu unsicher waren. Die maroden, gefährlichen oder teilweise nicht vorhandenen Radwege sind ein großes Problem. Schulwege unserer Kinder, die mit dem Fahrrad gerne zur Schule fahren, sind nicht selten unübersichtlich und damit gefährlich. Das Angebot an Radwege-Infrastruktur muss lückenlos angepasst werden, damit mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen und die Sicherheit der Radler/-innen gewährleistet werden kann. In Zeiten von E-Bikes wollen immer mehr Menschen das Fahrrad als sinnvolle Alternative nutzen, scheitern aber gnadenlos an der Infrastruktur. Es ist hinlänglich bekannt und wir erleben es Tag für Tag,

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Stephan Seidel

Markdorfer Bürgerbegehren zum geplanten Bischofschloss-Umbau

Es ist nicht mal einen Monat her (24. Juli 2018), als der Gemeinderat in einer Sitzung den Antrag der SPD auf einen Bürgerentscheid zum Umbau des Schlosses mehrheitlich abgelehnt und zugleich den Baubeschluss um Umbau gefasst hat. Der Umbau des Bischofschloss zu einer Verwaltung stößt in Markdorf auf große Kritik und es gibt nicht wenige Stimmen, die dieses Vorhaben ablehnen. Es ist unumstritten, dass es auch Befürworter gibt. Diese Stimmen kommen aus der Bürgerschaft und nicht aus dem Gemeinderat. Es bewegt die Menschen in Markdorf. Umso verwirrender sind für mich bis heute die Entscheidung sowie die Begründungen zur anlehnenden Haltung eines Bürgerentscheids. Nun sind wir, Bürgerinnen und Bürger von Markdorf, gefragt! Die Initiative Bischlofschloss bereitet derzeit das Bürgerbegehren vor. Auf deren Webseite können Sie sich auch umfassend über die Initiative selbst sowie dem Thema Bürgerbegehren umfassend informieren. Es sind circa 800 gültige Unterschriften notwendig, um seitens der Bürger/-innen einen Bürgerentscheid

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Stephan Seidel

Verwunderliches Demokratieverständnis in Markdorf

Dass der Gemeinderat in Markdorf heute mehrheitlich für den Baubeschluss des Bischofschlosses zu einer Verwaltung abgestimmt hat, hatte sich bereits im Vorfeld klar abgezeichnet und darf nicht verwundern. Doch mich verwundert die Begründung gegen einen Bürgerentscheid, den die SPD beantragt hatte und mehrheitlich abgelehnt wurde. Grundsätzlich hatte man den Eindruck, dass man zwar nicht gegen einen Bürgerentscheid per se ist und man verwies auf die Möglichkeit, es im Rahmen einer Bürgerinitiative tun zu können. Es sei die Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger, basisdemokratische Impulse zu setzen. Doch mit dieser merkwürdigen Argumentation und dem Verweis darauf, dass man als vom Volke gewählte Vertreter/innen sehr wohl im Sinne der Bürger/innen handle offenbart sich mir ein merkwürdiges Demokratieverständnis. Es ist auch die Aufgabe der gewählten Vertreter/innen im Gemeinderat, jenen Wähler/innen die Möglichkeit zu bieten, sich basisdemokratisch an einem Prozess zu beteiligen. Dies hat die SPD mit dem Antrag auf einen Bürgerentscheid getan. Die

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Stephan Seidel

Ich bleibe dabei – kein Rathaus im Markdorfer Bischofsschloss

Update vom 17.06.2018: Der Südkurier hat meinen unten stehenden Text als Leserbrief in der Samstagsausgabe des Südkurier veröffentlicht. Diesen Leserbrief habe ich zusammen mit diesem Artikel an den Südkurier verschickt. Vielen Dank an den Südkurier. Originaler Beitrag vom 14.06.2018: Ich bleibe dabei – kein Rathaus im Bischofsschloss unter diesen Bedingungen! Auch ich bin nicht überrascht über diese Kosten über 18 Millionen Euro, die dieser Umbau kosten soll. Doch im Gegensatz zu Frau Sträßle (siehe Artikel im Südkurier) sehe ich keinen Mehrwert für ein Rathaus im Schloss. Die Kostenaufstellung und auch die Argumente berücksichtigen keine langfristigen Unterhaltskosten, die die Nutzung eines solchen alten Gebäudes, trotz Umbaumaßnahmen, zwangsläufig mit sich bringen werden. Mit ansteigenden Unterhaltskosten für die Verwaltung ist somit zu rechnen. Ein Neubau hingegen kann nach modernden Maßgaben effizient und zukunftsorientiert gebaut werden. Ein Neubau ist auch besser kalkulierbarer, als ein denkmalgeschütztes Gebäude. Es ist somit nicht auszuschließen, eher zu befürchten, dass

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Stephan Seidel

DSGVO und mein Umgang mit dem Datenschutz

Update vom 25.05.2018 Bevor heute die DSGVO in Kraft tritt habe ich noch einige Veränderungen vorgenommen, um hoffentlich final DSGVO-konform zu sein. Ich habe mir große Mühe gegeben, aber ein Restrisiko bleibt wohl immer. Folgendes habe ich auf meinen Webseiten geändert: Komplette Neufassung der Datenschutzerklärung mit Inhaltsverzeichnis. Abschaltung aller Plugins, die zu anderen Anbietern Daten versenden wollen. Darunter fallen u.a. JetPack für WordPress. Einführung eines Formulares, bei dem personenbezogene Daten beantragt werden können. Einführung eines DSGVO-konformen Cookie-Banners mit Opt-In-Verfahren. Auslagerung der Datensicherungen dieser Webseiten von Google Drive zur MagentaCLOUD der Telekom Deutschland GmbH.   Originaler Artikel vom 19.05.2018 Am 25. Mai 2018 ist es soweit – die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (kurz: DSGVO) tritt in Kraft und seit einigen Wochen herrscht regelrecht Panik. Durch meine Tätigkeit als Systemadmin in einem mittelständischen Unternehmen kam ich nicht am Thema Datenschutz und der DSGVO vorbei und hat mir doch schon einige Kopfschmerzen bereitet. Mein Mailpostfach

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